2010-04-24
Nachdem schon im Vorjahr der erste Meistertitel für die SAS-Herren nicht unmöglich schien, war dieser heuer sogar durchaus in Reichweite - doch nicht ein "Schuß im Dunkeln", sondern einerseits sozusagen ein "Schuß ins Knie" und andererseits ein Terminproblem von Stephen Coppinger verhinderten ein Antreten in stärkster Aufstellung.
Dazu noch eine vielleicht nicht ganz in Bestform agierende Nummer 1 - und für Team SAS I blieb nach 2007 und 2009 leider wieder "nur" der zweite Platz hinter Rekordmeister USC Wr. Neudorf/Mödling - allerdings diesmal lediglich aufgrund des schlechteren Satzergebnisses.
Am Freitag gab es nur ein besseres Aufwärmen fürs "Grande Finale", da das Semifinale erwartungsgemäß problemlos für uns über die "Squash-Bühne" ging.
Mark Krajcsak - Mark Fuller - Tim Vail
Die Tiroler Herren setzten nur auf inländische Spieler, da sie sich gegen unser Team von vornherein keine Chance ausrechneten, und unsere drei Legionäre Mark Krajcsak (HUN), Tim Vail, Mark Fuller (beide ENG), sowie Klaus Pfeifer (unser "Inlandslegionär" aus der Steiermark) fixierten den Einzug ins Finale ohne Satzverlust.
über den super-angenehmen Aufenthalt von Emma Beddoes
und Mark Fuller im Austria Classic Hotel Wien
Im Inländer-Match fand Klaus Pfeifer auf Position 4 gegen Andreas Freudensprung, der sehr konzentriert und ohne "Mätzchen" spielte, erst im dritten Satz in sein Spiel, was aber leider doch zu spät war, und so verlor Klaus mit 3/0.
Unsere Nummer 3, Mark Fuller kämpfte wie gewohnt beherzt und spielte großteils auf langes Ballhalten, was letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg war.
Nach ausgeglichenem Spielverlauf und 2:2-Satzgleichstand dominierte Mark dann trotz einigen "Ups" und "Downs" den Entscheidungssatz, bezwang den routinierten ehemaligen Deutschen Meister Stefan Leifels in einem wahren Krimi schließlich mit 3:2 und bereitete sich damit selbst sein wahrscheinlich schönstes Geburtstagsgeschenk.
Mark Krajcsak, unser ungarischer Topstar (PSA # 46) stand anschließend bereits unter Druck, mußte er doch zumindest zwei Sätze für sich entscheiden, um das Match weiter offenzuhalten.
beim Dressentausch ...
Er war dann auch seinem Gegner Chris Ryder (PSA # 36) über weite Strecken ebenbürtig, doch die entscheidenden Punkte machte meist der Engländer. Nach 0:1-Satzrückstand vergab Mark mit einem Satzball die Chance auf den Ausgleich und verlor zunächst auch den zweiten Satz.
Nach dem Gewinn des dritten Satzes (11:7) durfte man noch hoffen, doch Mark startete schlecht in den nächsten, geriet schnell in Rückstand, konnte zwar noch aufholen, doch letztlich verlor er auch diesen Satz und damit das Match mit 1:3 - und das war's dann auch für unsere Titelambitionen.
Im "dead rubber" bot der verlässliche Tim Vail (ENG) gegen den nunmehr für die Schweiz spielenden australischen Ex-Team-Weltmeister John Williams eine sehenswerte Partie mit spektakulären Bällen und einigen weiteren Sondereinlagen.
Tim gewann das Spiel gegen den ehemaligen Top-10-Spieler in fünf Sätzen, womit er zwar den Match-Gleichstand herstellte, doch das Satzverhältnis von 10:7 entschied zugunsten unseres Gegners, der den Bewerb damit zum bereits achten Mal gewinnen konnte.









