2008-12-05 -
2008-12-06
Bundesliga 2008/09, 3. Runde
n.n.
Unsere Top-Mannschaft mußte dieses Wochenende aus Anlaß der dritten BL-Runde eine weite Reise in den Westen Österreichs unternehmen.

Nachdem mit dem 6-fachen österreichischen Staatsmeister David Huck eine verläßliche Mannschaftsstütze verletzungsbedingt kurzfristig absagen mußte, waren wir gezwungen, einen zusätzlichen starken Spieler aus dem Mutterland des Squashsports einzufliegen, da es diesmal um wichtige Punkte gegen unmittelbare Konkurrenten um ein Finalticket ging.

In unserem Team betätigten sich somit diesmal gleich zwei (wenn man es ganz genau nimmt, eigentlich zweieinhalb) Legionäre:

Pos. 1: Tim Vail (ENG)
Pos. 2: Mark Fuller (ENG)
Pos. 3: Christian Coufal
Pos. 4: Andy Holland (ENG/AUT)

Am Freitag war in Innsbruck das Squashteam Tirol unser erster Gegner dieser Spielrunde und unsere Spesen machten sich bezahlt, da wir einen ungefährdeten 3:1-Sieg einfahren konnten. Nur Christian Coufal war gegen den Routinier und Ex-Staatsmeister Wolfgang "Wuz" Rothbacher wie zu erwarten ohne Chance.

Ein - wenn man so will - "Highlight" dieser Begegnung war die Tatsache, daß Tim Vail während seines Spiels gegen den Schotten David Heath plötzlich Nasenbluten bekam, und sich zum Zweck der Blutstillung - um eine drohende w.o.-Niederlage zu umgehen - von einer der anwesenden Damen einen Tampon besorgen mußte.

Auch die Spiele Mark Fuller gegen Michel Haug (SUI) bzw. Andy Holland gegen Jungstar Simon Wieser gingen ohne Satzverlust an die SAS-Vertreter.

Samstag ging es dann weiter nach Salzburg, und hier kam es zu einem extrem spannenden Aufeinandertreffen: alle vier Partien gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen und es ergab sich somit eine Gesamtspielzeit von mehr als vier Stunden!

Im ersten Match war erneut Tim im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, da er im Match gegen Österreichs Nummer 1 Aqeel Rehman wiederum körperliche Probleme hatte.

Er hatte beim Mittagessen offenbar eine unglückliche Wahl getroffen, denn er konnte ebendieses nur mit großer Mühe bis zum Ende des Spiels bei sich behalten. Unter diesen sehr widrigen Umständen mußte er im vierten Satz schon zwei Matchbälle abwehren, um sich im fünften Satz dann doch noch sehr knapp mit 11:9 durchzusetzen. Als "Belohnung" durfte Tim an die frische Luft, um seinen Mageninhalt zu entsorgen.

Das folgende Match unserer Nummer 2 Mark Fuller war ähnlich fesselnd: Mark lag im Entscheidungssatz bereits mit 1:2 und 2:6 zurück, konnte aber mit großem Einsatz - dank seiner größeren Kraftreserven - das Ruder noch herumreißen und sich mit 3:2 gegen den deutschen Spitzenspieler Hansi Seestaller durchsetzen. Somit war uns auch hier schon zumindest einen Punkt sicher.

Doch die Nervenschlacht ging weiter: Andy Holland galt als Favorit in seiner Partie, hatte aber einen sehr schlechten Start und lag schnell mit 0:2 an Sätzen in Rückstand. Im dritten lief es dann etwas besser, dennoch kam sein Gegner Martin Tollich beim Stand von 10:6 zu vier Matchbällen.

Andy spielte in der Folge mit enormem Risiko und konnte den Satz knapp mit 13:11 für sich entscheiden. Damit war der Widerstand des Salzburgers gebrochen, Andy gewann die nächsten zwei Sätze klar und sicherte uns damit den zweiten Punkt.

Aber auch der "dead rubber" von Christian Coufal gegen Rehan van der Merwe war eine sehr enge Angelegenheit, die der Salzburger schließlich mit 3:2 gewann und so für den Ehrenpunkt der Gastgeber sorgte.

Aufgrund dieser beiden Erfolge verbesserten sich unsere Topstars in der Zwischentabelle vom vierten auf den zweiten Tabellenrang - nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer Manhattan - womit auch heuer die Teilnahme am Finalturnier für SAS in greifbare Nähe gerückt ist.